Patrick war im Kurzurlaub im Schwarzwald und hat ein kleines Souvenir mitgebracht. In Rothaus im Hochschwarzwald wird der Black Forest Single Malt Whisky aus speziellem Malz und besonders weichen Brauwasser gemaischt und vergoren. Aromaerhaltend wird er in kleinen Kupferbrennblasen unter der Aufsicht der Destillerie Kammer-Kirsch zweifach destilliert.
In den temperaturbeständigen ehemals zu einer Brauerei gehörenden Kellern reifte er in Ex-Bourbon-Whisky Fässern aus weißer Eiche bis zu seiner Vollendung. Auf seine Alkoholstärke wurde er mit Brauwasser aus Rothaus eingestellt.
Auf der Interwhisky in Frankfurt durfte ich mal eine Black Forest Sonderedition verkosten, die in Lemberger-Fässern gefinished wurde. Dieser Whisky hatte mir sehr gut gefallen, vor allem da das geschmacklich kräftige Weinfinish es nochmal schaffte sich bei der Vielzahl an auf der Messe verkosteten Whisky durchzusetzen. Die mittlerweile fast jährliche erscheinende Standardedition reifte ca. 3 Jahre in Ex-Bourbonfässern und wird in Trinkstärke von 43% abgefüllt. Deutscher Whisky ist nach wie vor kontrovers diskutiert, schauen wir doch mal auf die Schnelle, wie uns dieser gefällt.
Vanille, Karamell und Frucht. Im Grunde sind es diese drei Säulen, auf denen der Black Forest Whisky steht. Er wirkt nicht unbedingt metallisch jung, aber das birnige Früchtearoma, welches sich schon in der Nase durchsetzt und auch auf die Zunge transportiert wird, zeigt die Jugendlichkeit des Destillats auf. Die bourbonfass-typischen Noten von Karamell und Vanille sind ohne Zweifel vorhanden, auch ein gewisse Holznote im Hintergrund, aber eine längere Reifezeit im Fass hätte hier sicherlich gut getan. Trotzdem: Dieser Whisky ist doch mehr als trinkbar. Süß, fruchtig, mild, angenehm zu trinken.Das Ausprobieren, verbunden mit einem Besuch der Brauerei sei empfohlen. Und vielleicht darf es bei nächster Gelegenheit doch nochmal eine Sonderedition sein?





